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Die verschiedenen Arten von Ausbildungen im Überblick

14.09.2020

Viele Jugendliche, die gerade die Schule beendet haben, denken, es gäbe nur zwei Optionen: Ausbildung oder Studium. Dabei ist Ausbildung nicht gleich Ausbildung. Es gibt verschiedene Arten, eine Berufsausbildung zu absolvieren und für jeden eignet sich eine andere besser.

Hier erfährst du, was es für Unterschiede gibt:

Teilzeitausbildung:

Generell kannst du jeden Beruf auch in Teilzeit erlernen. Dabei wird deine wöchentliche Arbeitszeit – sowohl in der Berufsschule als auch im Betrieb – auf 20 bis 35 Stunden reduziert. Die Ausbildungsdauer verlängert sich dadurch in der Regel nicht. Ohne berechtigten Grund kann man die Ausbildung in Teilzeit allerdings nicht absolvieren: Diese Ausbildungsform richtet sich insbesondere an diejenigen, die Kinder oder pflegebedürftige Familienmitglieder betreuen müssen oder selbst gesundheitlich eingeschränkt sind.

Duale Ausbildung oder auch betriebliche Ausbildung:

Die betriebliche oder auch duale Ausbildung ist wohl die bekannteste Ausbildungsart in Deutschland. Hier wechseln sich Theorie und Praxis ab. Du arbeitest also in einem Ausbildungsbetrieb und besuchst zusätzlich die Berufsschule.

Das duale Ausbildungssystem ist sehr beliebt, da die Azubis von Anfang an praktische Erfahrungen sammeln und nicht nur die Schulbank drücken und Theorie lernen. Dafür wirst du auch entsprechend entlohnt. Diese Art der Ausbildung dauert zwischen zwei und dreieinhalb Jahren.

Schulische Ausbildung:

Du kannst dich statt für eine betriebliche auch für eine schulische Ausbildung an einer Berufsfachschule entscheiden. Diese findet dann in Form von Vollzeitunterricht statt – und wird deshalb auch vollschulische Ausbildung genannt. Besonders Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen aber auch einige technische Ausbildungen sind oft als solche ausgelegt. Eine schulische Ausbildung kann man an öffentlichen oder privaten Berufsfachschulen absolvieren.

Und was ist mit der Praxis? Wenn du dich für eine schulische Ausbildung entscheidest, heißt das nicht, dass du keine praktischen Erfahrungen des Berufsalltags machen wirst. Damit die Ausbildung praxisnah abläuft, finden regelmäßig betriebliche Praktika statt.

Diese Praktika werden entweder blockweise stattfinden oder mit dem Berufsschulalltag kombiniert. So wirst du zum Beispiel drei Tage in der Berufsschule lernen und zwei Tage in einem Kindergarten arbeiten und dein Wissen anwenden können. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung kannst du dann direkt mit ausreichend Praxiserfahrung in den Beruf starten.

Duales Studium:

Bei einem Dualen Studium werden die wichtigsten Aspekte aus Ausbildung und Studium miteinander vereint kombiniert. Es gibt zwei Arten des Dualen Studiums: das Ausbildungsintegrierte Duale Studium und das Praxisintegrierte Duale Studium.

Beide Varianten des Dualen Studiums vermitteln dir theoretische Grundlagen in der Universität und die Praxiserfahrungen des Berufsalltags in einem Betrieb. Du studierst also parallel zu deiner Arbeit im Unternehmen an einer Hochschule oder Akademie.

Sonderausbildung:

Bist du Schulabgänger*in mit (Fach-)Abitur, hast du die Chance, eine Sonderausbildung zu machen. Das ist eine doppelt qualifizierende Erstausbildung – auch Abiturientenausbildung oder Abiturientenprogramm genannt; manchmal auch "Kooperatives Studium". Sonderausbildungen sind nicht einheitlich geregelt, orientieren sich aber am dualen System. Je nach Hochschule, sind Abiturientenprogramme inhaltlich unterschiedlich aufgebaut. An einigen Hochschulen wird ein Duales Studium mit einer Ausbildung verbunden, an anderen fällt eine zusätzliche Ausbildung weg. Wenn du dich für eine solche Ausbildung interessierst, informiere dich vorher, ob dein Duales Studium mit einer Ausbildung verknüpft ist oder ob es sich nur um klassische Praxisphasen handelt. Meist bieten die Bereiche Wirtschaft, Vertrieb oder Handel diese Sonderausbildungen an. Der Vorteil: Du sammelst schon früh praktische Erfahrungen und lernst schnell, Verantwortung zu übernehmen.

Die meisten Abiturientenprogramme bestehen aus einer Dualen Ausbildung und einer Zusatzqualifikation oder einem Studium. Wie bei einer Dualen Ausbildung wechseln sich die Praxisphasen im Unternehmen und der theoretische Unterricht in der Berufsschule oder in der Hochschule ab.

Außerdem schließt du oftmals eine Zusatzausbildung oder Weiterbildung in einer bestimmten Fachrichtung ab. So hast du die Möglichkeit, nach deiner Ausbildung gleich mehrere Zertifikate zu besitzen: Zum Beispiel den Ausbildungsabschluss und den Bachelor oder den Nachweis über die Zusatzqualifikation. Das kann zum Beispiel ein Ausbilder*innenschein sein oder ein IHK-Abschluss.



+++ Tipps und Hilfe rund um die Ausbildung findest du in unserem Special youpod.de/ausbildung. +++



von Charlotte

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