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Nachhaltiges Düsseldorf: Stoffbeutel statt Plastiktüten (Wettbewerb)

12.06.2017

Wir benutzen Plastiktüten im Durchschnitt 25 Minuten und sie haben eine Verfallszeit von ganzen 500 Jahren. Und unsere Weltmeere sind schon voller Plastikmüll.

Höchste Zeit also, um Verantwortung gegenüber unserer Umwelt zu zeigen. Darin sind sich die die Initiative "Ich bin ein Verhüterli. Plastiktüten verhüten" und das Projekt "vielfalt. viel wert" des Caritasverband einig. Zusammen veranstalten sie einen Wettbewerb. Es geht darum, dass ihr aus alten Klamotten einen Stoffbeutel nähen sollt. Die Beutel sollen so groß sein, dass insgesamt vier Wasserflaschen in ihr Platz finden. Außerdem werden die von euch genähten Beutel ausgestellt. Es können Einzelpersonen teilnehmen aber auch Jugendgruppen oder Schulklassen.

Zugegeben, der Name klingt der Initiative "Plastiktüten verhüten" klingt etwas ungewöhnlich. Aber so schwirrt er wahrscheinlich länger in den Köpfen der Leute die ihn lesen. Die Initiative wurde von Elita Wiegand ins Leben gerufen. "Es hat mich immer geärgert, dass ein Verbot von Plastiktüten nicht zu erreichen ist", sagt sie während des Pressegesprächs für den Upcycling-Wettbewerb, "also beginnen wir eine kleine Revolution von unten."

Sie setzt deswegen bei kleinen Händlern an und auch direkt bei den Bürgern und Bürgerinnen Düsseldorfs. Denn jeder kann an dem Upcycling-Wettbewerb teilnehmen. Ihr könnt eurer Kreativität freien Lauf lassen. Nehmt alte Anziehsachen, die kaum noch Beachtung finden und im Kleiderschrank meistens ganz unten liegen, und macht daraus etwas wiederverwertbares, was außerdem den Gebrauch von Plastiktüten unnötig macht. 

Die zwei Hauptgründe, warum man gänzlich auf Plastiktüten verzichten solle, sind die Erderwärmung und die Verschmutzung der Weltmeere, so der SPD-Politiker und Vorsitzender des Umweltausschusses der Stadt Düsseldorf Philipp Tacer. Der Ausschuss unterstützt die Initiative und hat selber das Ziel, Düsseldorf Plastikfrei zu machen: "Durch die Produktion von Plastiktüten entstehen CO2-Emissionen, die sich negativ auf unser Klima ausüben, wir müssen handeln wo wir handeln können".

Und beim Thema Plastiktüten kann man handeln. Vergangenes Jahr wurde eine EU-Richtlinie verabschiedet, die besagt, dass Kunststofftüten nicht mehr kostenlos ausgegeben werden sollen. Hier in Düsseldorf gab es auch schon Aktionen der Initiative von Elita Wiegand. Zum Beispiel mit Einzelhändlern, die auf Plastiktüten verzichteten. Im Stadtteil Eller konnten Bürger und Bürgerinnen ihre Plastikbeutel abgeben, damit sie nicht die Umwelt verschmutzen. Es wurden 2000 Stück abgegeben.

Aber auch ihr könnt etwas tun. Um an dem Wettbewerb teilzunehmen, müsst ihr eure selbst genähten Stoffbeutel beim Caritasverband (Leopoldstraße 30, 40211 Düsseldorf) abgeben. Oder ihr nehmt an einem der drei noch ausstehenden Workshops teil (diese finden ebenfalls dort statt) und näht die Beutel dort.

Die Upcycling-Workshops finden am 29. Juni, 2. August und 31. August statt, jeweils um 18 Uhr. Die benötigten Materialien werden dort bereitgestellt. Den Stoff könnt ihr aber auch selber mitbringen. Die Teilnahme ist dabei kostenfrei.

Eine sechsköpfige Jury bewertet die Stoffbeutel und kürt einen Gewinner, der- oder diejenige (bisher haben nur Frauen teilgenommen) erhält als Preis eine Nähmaschine. Auch die Zweit- und Drittplazierten gewinnen einen kleinen Preis.

von Jonathan

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Elita Wiegand

14.06.201711:47

Lieber Jonathan, danke für Deinen Bericht. Damit unterstützt Du die Aktion, weil wir uns doch wünschen, dass Düsseldorf die ersten Plastiktütenfreie Stadt in Deutschland wird. Und vielleicht haben ja auch einige Jugendliche Lust, ihre eigene Upcycling Tasche zu nähen und bei unserem Workshop oder Wettbewerb teilzunehmen. Nochmals danke für dein Engagement, finden wir super! Lieber Jonathan, danke für Deinen Bericht. Damit unterstützt Du die Aktion, weil wir uns doch wünschen, dass Düsseldorf die ersten Plastiktütenfreie ausklappen

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