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Studienfinanzierung

22.09.2015

Studieren ist ein teurer Spaß. Die Semesterbeiträge sind dabei nur ein Posten. Viel mehr noch können die hohen Lebenshaltungskosten das Studium teuer machen. Die Verbraucherzentrale gibt sieben Tipps. Eine pauschale Summe der Lebenshaltungskosten zu nennen, ist schwierig. Denn wie hoch die Lebenshaltungskosten sind, hängt von vielen Dingen ab: ob ein Studierender allein, in einer WG oder bei den Eltern lebt, ob er zu seiner Uni pendeln muss und davon, welche persönlichen Ansprüche er hat. 1. Miete Der größte Posten sind die Mietausgaben. Sie verschlingen mit durchschnittlich 298 Euro rund ein Drittel des studentischen Budgets. Doch es geht auch günstiger. Wer sparen möchte, zieht am besten in ein Studentenwohnheim. Dort kostet ein Zimmer im Schnitt 240 Euro. Für eine eigene Wohnung müssen durchschnittlich 357 Euro auf den Tisch gelegt werden. Als Faustregel gilt: je größer die Stadt, desto höher normalerweise die Ausgaben für Miete und Nebenkosten. 2. Versicherungen Das Angebot an Versicherungen ist verwirrend, und was braucht ein Student wirklich? Bevor Studierende in die Versicherungsfalle tappen und viel Geld investieren, sollten sie sorgfältig abwägen, welche Versicherungen infrage kommen. Infos dazu gibt es auch im Online-Magazin der Verbraucherzentrale NRW www.checked4you.de/Studium. 3. Krankenversicherung Auch Schüler und Studenten müssen sich kranken- und pflegeversichern. Sie haben jedoch den Vorteil, dass sie in der Regel bis zum Ende des 25. Lebensjahres über die gesetzliche Kasse der Eltern kostenlos familienversichert sind. Falls ein Student für ein oder mehrere Semester ins Ausland geht, sollte er im Vorfeld mit der Krankenkasse wegen der Familienversicherung sprechen, da diese unter Umständen bei Auslandsaufenthalten, insbesondere in Nicht-EU-Ländern, endet. Ab dem 26. Lebensjahr gibt es von nahezu allen Versicherern spezielle Studentenkonditionen, die wesentlich günstiger sind als freiwillige Krankenversicherungstarife. Auch Studierende, deren Eltern privat versichert sind, können bei deren Kassen günstigere Tarife bekommen. BAföG-Empfänger haben es gut: Sie bekommen Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung – unabhängig davon, ob sie gesetzlich oder privat versichert sind. In der Regel gibt es 62 Euro für die Kranken- und 11 Euro für die Pflegeversicherung extra. 4. BAföG Grundsätzlich können Studierende aller Studiengänge an staatlichen oder privaten Hochschulen und Fachhochschulen BAföG bekommen. Dazu gehört auch ein Vollzeitstudium an einer Fernuniversität. Die Ausbildung muss jedoch mindestens ein halbes Jahr dauern, damit die Förderung überhaupt beantragt werden kann. Da für die Studiengänge wie Elektrotechnik oder Maschinenbau sogenannte Vorpraktika vorausgesetzt werden, zahlt der Staat auch dafür. Allerdings nur, wenn sie tatsächlich in der Studien- oder Prüfungsordnung vorgeschrieben sind. Diejenigen, die nur in ein Studium hineinschnuppern wollen oder freiwillig ein Praktikum absolvieren, gehen also leer beim BAföG aus. BAföG wird in der Regel abhängig vom Einkommen der Eltern gezahlt. 5. Stipendien Es lohnt sich, viel Zeit für die Suche nach dem richtigen Stipendium aufzuwenden. Denn neben den bekannten Stiftungen gibt es Tausende weiterer Geldgeber. Je genauer das Stiftungsziel auf die Studenten als Bewerber zutrifft, desto größer sind die Chancen. Eine Übersicht über nahezu alle deutschen Stiftungen gibt es im Internet unter www.stiftungen.org, www.stifterverband.de und www.stipendienlotse.de. 6. Tipps für die Jobsuche Es gibt mehrere Stellen, an denen Studierende nach Nebenjobs suchen können. Am sinnvollsten ist es, in der Uni die Augen aufzumachen. Denn in der Regel hängen überall Schwarze Bretter, an denen Jobangebote veröffentlicht werden: in der Mensa, den Fachbereichen oder vor den Unisekretariaten. Dort werden auch Unijobs ausgeschrieben, beispielsweise für wissenschaftliche Hilfskräfte, die „Hiwis“. Diese Stellen ergattern allerdings in der Regel ältere Semester ab der Zwischenprüfung. Vieles läuft über Mundpropaganda, doch auch Internetbörsen oder der Anzeigenteil von Stadtmagazinen sind beliebte Orte für Jobangebote. 7. Vergünstigungen Als Student ist man normalerweise nie wirklich flüssig. Was viele Studenten aber nicht wissen: Solange man an einer Hoch- oder Fachhochschule eingeschrieben ist und im Besitz eines Studentenausweises ist, kann man zahlreiche Vergünstigungen abschöpfen. Studentenrabatte gibt es nicht nur bei Handy- und DSL-Tarifen, sondern auch in den Bereichen Computer, Reisen und Finanzen.

von VerbraucherzentraleNRW

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