Musikvideos zu R’n‘B, Krimis, Trickfilme mit Lego, Dokumentationen zum Eurovision Song Contest und Aufklärungsfilme über Gewalt haben die Jugendlichen gedreht. Zwei Jahre lang arbeiteten sie in ihren Einrichtungen daran. Sechs Filme, die eine Jury ausgewählt hat, feierten am Freitag im atelier im Savoy Theater Premiere.
Viele Filme beim Finale
Die bunte Auswahl der Werke sei ein Finale. Das machte Jugendamtsleiter Johannes Horn vor der Vorführung deutlich und fügte an: "Der Entstehungsprozess ist wichtig." Das bestätigte der 13-jährige Alan. Er hat im Kinderspielhaus den Film "Verbotener Tunnel" mitgedreht. "Wir haben jetzt verstanden, was hinter Kinofilmen steckt", sagt er. "Wir haben den Weg von der Idee bis zum fertigen Film kennengelernt."
In den Osterferien vor zwei Jahren gehörte Alan zum Filmteam der Freizeiteinrichtung aus Flingern beim Gender-Projekt "Gemischte Tüte – Alles ist drin!". Er überlegte sich mit den anderen Kindern und Jugendlichen eine Geschichte; die eines Professors, der Jungen in Mädchen und Mädchen in Jungen verwandelt, um die Menschen zu verwirren und so die Weltherrschaft an sich zu reißen. Dafür mussten sich die jungen Kreativen zunächst überlegen, wie Frauen und Männer in den Medien dargestellt werden und hinterfragen, ob diese Bilder der Wahrheit entsprechen. Alan hat durch seine Arbeit festgestellt: "Jungen und Mädchen sind gar nicht so verschieden."
Laufend neue Medienangebote
Der 13-Jährige hat sich auch als Schauspieler ausprobiert, war der Freund eines verwandelten Jungen und kann sich vorstellen, noch einmal vor der Kamera zu stehen. Für das nächste Filmprojekt will er sich auf jeden Fall wieder anmelden. Und daruf muss er nicht lange warten, denn neue Filmprojekte stehen in den Jugendfreizeiteinrichtungen bereits wieder an. Auch "Klappe, die Vierte" ist schon in Planung. "Wir bieten laufend Medienprojekte an", erklärt Johannes Horn vom Jugendamt. Die Filmschau am Freitag sei ein Impuls für weitere Angebote und keine Eintagsfliege.
Trotzdem war der Kinonachmittag für die jungen Mitwirkenden wichtig: Sie waren stolz, ihre Leistung auf einer riesigen Leinwand zu sehen und haben viel Lob bekommen. Außerdem durften sie die Filme der anderen Teams sehen: vom TREFF an der Suitbertusstraße, dem Kinderspieltreff Oberbilker Allee, der Spieloase, der Freizeiteinrichtung V24, dem haus des Kindes, der Freizeiteinrichtung Gräulinger Straße, dem Kinderspielhaus, dem Kinderclub und der Freizeiteinrichtung Icklack.
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Autor: jt
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